Feuer in Block I

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Im Kernkraftwerk Neckarwestheim I ist bei einer Panne am Dienstag vergangener Woche entgegen ersten offiziellen Angaben auch ein kleines Feuer ausgebrochen.

Der Reaktor sei von Hand vorübergehend abgeschaltet und ein “Entstehungsbrand” gelöscht worden, teilte der Betreiber, der Energiekonzern EnBW, am Dienstag mit. Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) hatte bisher nur von “Rauchentwicklung” gesprochen, nicht von einem Feuer.

Nach Angaben des Umweltministeriums in Stuttgart hatten Mitarbeiter die Flammen mit Handfeuerlöschern erstickt. “Um einer erneuten Entzündung von Öl vorzubeugen, wurde eine im Bereich der Pumpe installierte Sprühwasserlöschanlage aktiviert”, hieß es weiter.

Ursache des Brandes sei eine fehlende Auffangschale, die nach der Revision nicht montiert worden sei, bestätigte die EnBW. Dadurch sei Öl aus der Hauptkühlmittelpumpe auf heiße Bauteile der Anlage getropft, verdampft und habe sich entzündet.

Nach Angaben des Ministeriums meldete die EnBW die Panne am Montag offiziell als Ereignis der Kategorien N (Normal). “Vor-Ort-Kontrollen haben ergeben, dass durch den Vorfall keine Beeinträchtigungen an Komponenten oder elektrotechnischen und leittechnischen Einrichtungen aufgetreten sind”, teilte die EnBW am mit. Das Bundesumweltministerium hatte nach dem Zwischenfall detaillierte Auskünfte vom Landesministerium gefordert.

Block I des KKW Neckarwestheim ist seit 1976 in Betrieb. Der Druckwassereaktor weist eine elektrische Leistung von 840 Megawatt auf. (dpa)

Kernkraftwerk Neckarwestheim