Wörns wettert gegen Klinsi

Gestern die Bekanntgabe des DFB-Aufgebots für die Länderspiele in der Türkei (8. Oktober) und gegen China (12. Oktober in Hamburg).

Die Überraschung: Christoph Metzelder (24) darf sein Comeback im National-Trikot nach knapp drei Jahren feiern. Dafür flog sein Dortmunder Kollege Christian Wörns (66 Länderspiele) aus dem Kader.

Jetzt wütet Wörns gegen Klinsmann: „Ich habe immer gedacht, es geht nach Leistung. Aber das ist bei mir anscheinend nicht der Fall“, so der 33jährige heute.
Christian Wörns

Christian Wörns war nach der Bekanntgabe total frustriert. Sogar einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft wollte er nicht ausschließen: „Im Moment bin ich ein bißchen rat- und sprachlos. Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll.“

Frust pur!

Denn der Bundestrainer hatte gestern auch noch in einer Pressemitteilung erklärt, Per Mertesacker (20) und Lukas Sinkiewicz (19) hätten „derzeit leicht die Nase vorn“.

Wörns stänkert weiter: „Daß jemand die Nase vorn haben soll oder daß Spieler dabei sind, die in ihrem Verein nicht mal zum Kader gehören, das kann ich überhaupt nicht mehr nachvollziehen.“

Warum flog Wörns aus dem Kader?

Möglicherweise die Reaktion Klinsmanns auf die schwache Leistung von Wörns beim 2:2 gegen die Niederlande.

Verteidiger Wörns meint dazu: „Falls das so wäre, dürfte Jürgen Klinsmann elf Spieler nicht wieder einladen. Man kann sich da nicht einen rauspicken und sagen, der ist schuld.“

Pikant: Die Nachricht von seiner Nicht-Nominierung hatte Klinsmann dem erfahrenen Nationalspieler (66 Spiele) lediglich auf der Mailbox seines Mobiltelefons hinterlassen.

Wörns kündigte an, so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bundestrainer zu suchen. Das ist auch bitter nötig…